Kommunikation

Sprache, Texte und Bilder beeinflussen und prägen nachweislich unsere Vorstellung von u.a. Geschlechtsidentität, sozialer, kultureller und ethnischer Herkunft, Gesundheit, Alter oder Schönheit. Indem wir in einer diskriminie- rungsfreieren Sprache und mit diversen Bildern kommunizieren, werden Stereotypen und Rollenbilder aufgebrochen und hinterfragt. Ausserdem können damit mehr Menschen angesprochen und miteinbezogen werden.

Kommunikation

  • Unsere Haltung machen wir sichtbar und kommunizieren, dass Sexismus, Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Homo- und Transphobie in unserem Club oder an unserem Festival nicht geduldet werden.

  • Fragen, Anregungen und Kritik innerhalb des Teams, von Künstler*innen und dem Publikum nehmen wir ernst, ohne eingeschüchtert zu sein. Wir instruieren unser Team entsprechend und lernen durch eine aktive Feedbackkultur. Wir begegnen uns und anderen als gleichwertige Personen und erinnern uns, dass nicht alle gleiche Erfahrungen machen / gemacht haben.

  • Um eine inklusive Kultur aufzubauen, holen wir uns gegebenenfalls Unterstützung von externen, biographischen oder fachlichen Expert*innen.

  • Auch unsere Künstler*innen, Teilnehmer*innen und das Publikum sensibilisieren wir für Fragen und Anliegen der Diversität und Gleichstellung.

  • Unsere Kommunikationsmittel und die Kommunikationsart wählen wir so, dass möglichst alle unsere Informationen lesen und verstehen können. Dies wird zum Beispiel durch eine leicht verständliche Sprache und mit möglichst wenig oder gut vermittelter Fachsprache umgesetzt. Auch Zusammenfassungen längerer Texte können das Leseverständnis unterstützen.

  • Zusätzliche Hürden für Menschen mit Seh- und Hörbehinderung bauen wir ab, indem wir eine barrierefreie Webseite mit einfacher Navigation programmieren, die auch mit der Tastatur bedienbar ist. Bilder und Videos mit Beschreibung bzw. Untertitelung erleichtern zusätzlich die Handhabung. Ausserdem erstellen wir barrierefreie PDFs von Texten. Beim Mailverkehr versenden wir Anhänge in gängigen Textformaten und als PDF-Dokument. Gedruckte Texte werden zudem auch in Reliefschrift realisiert.

  • Um migrantische Vielfalt anzuerkennen und Teilhabe zu ermöglichen, leisten wir mit einer mehrsprachigen Kommunikation in gängigen internationalen oder für den Anlass relevanten Sprachen einen wichtigen Beitrag. Indem wir Veranstaltungen in mehreren Sprachen oder mit Übersetzungen anbieten, erhöhen wir zusätzlich die Partizipationsmöglichkeiten.

Mit der gendergerechten Sprache stellen wir eine hierarchische Geschlechterordnung und stereotype Geschlechterzuschreibungen in Frage und anerkennen, dass es vielfältige Geschlechtsidentitäten gibt. Es gibt mehrere Möglichkeiten dies auszudrücken; am verbreitetsten ist das Gendersternchen * und der Gendergap _ . Wir haben für die deutsche Version der «Diversity Roadmap» das Gendersternchen gewählt.

Kommunikation

Gesprochene und geschriebene Sprache

  • Wenn immer möglich verwenden wir genderneutrale Formulierungen wie zum Beispiel Musikschaffende, Teilnehmende, Publikum oder Team.

  • Das Gendersternchen wird zwischen dem Wortstamm und die feminine Endung gesetzt; also Musiker*innen, Künstler*innen oder Programmleiter*innen. Damit beziehen wir mehrere Geschlechtsidentitäten ein.

  • Mit dem Gendersternchen am Ende von Bezeichnungen wie Frau*, Technikerin*, Musiker* stellen wir gesellschaftliche Normen und das zweigeschlechtliche System in Frage.

  • Wir verzichten auf Redewendungen und Ausdrücke, die versteckte Aussagen über vermeintlich «typische» feminine und maskuline Eigenschaften ausdrücken wie zum Beispiel «die hübschen Songs der Sängerin*», «Frauen*power auf der Bühne» oder «er stand seinen Mann*».

  • Auch in fremdsprachigen Texten und Übersetzungen formulieren wir gendergerecht – und holen uns, wenn nötig Unterstützung.

Folgende Punkte können wir beachten, um diskriminierungsfreier aufgrund von Herkunft, körperlichem Erscheinungsbild und / oder Behinderungen zu kommunizieren:

Kommunikation

Gesprochene und geschriebene Sprache

  • Wir benutzen keine klischierten und stark exotisierenden Beschrei- bungen von Personen mit Migrationsbiographie und / oder People of Color wie zum Beispiel «die temperamentvollen Südländerinnen*», «er hat den Rhythmus im Blut» oder «sie sind laut und unorganisiert».

  • Wir charakterisieren Menschen mit Behinderungen nicht als leidende Wesen, Opfer oder Sorgenkinder. Formulierungen wie «er trägt ein schweres Los» oder «sie ist an den Rollstuhl gefesselt» vermeiden wir. Ebenso verzichten wir auf glorifizierende Formulierungen wie «er meistert tapfer und mutig sein Leben» oder «sie verfügt trotz Behinderung über viel Lebensfreude».

  • Auf die Bezeichnung «Invalide*r» oder «Behinderte*r» verzichten wir konsequent.

Neben der Verwendung einer diskriminierungsfreieren Sprache, achten wir auch bei der Gestaltung all unserer Kommunikationsmittel (Inter- und Intranet, Plakate, Flyer, Broschüren, Zeitschriften, Videos etc.) auf eine gendergerechte, diskriminierungsfreiere und diverse Darstellung von Menschen, Interaktionen und Situationen.

Kommunikation

Bildsprache

  • Wir berücksichtigen gleichwertig verschiedene Menschen und Lebensrealitäten.

  • Auf stereotype, sexistische und diskriminierende Darstellungen von Menschen verzichten wir. Alltagssituationen, Brüche mit Stereotypen oder Umkehrungen sind nicht nur inklusiver, sondern auch visuell viel (ent)spannender wie zum Beispiel Frauen* an technischen Geräten, Menschen mit Behinderung an der Bar und nicht auf dem Treppenlift.

  • Auch unsere Fotograf*innen und Filmer*innen werden entsprechend instruiert.

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